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VOL

Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen

In der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL) wird die Ausschreibung und Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen geregelt.
Seit Inkrafttreten der Vergabeverordnung (VgV) im April 2016 ist die VOL nur noch im Unterschwellenbereich anzuwenden. Oberhalb der EU-Schwellenwerte gilt für Liefer- und Dienstleistungen die VgV.

Leistungen im Sinne des VOL sind alle Lieferungen und (Dienst-)Leistungen, ausgenommen Bauleistungen.
Die Regelungen über die Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen über Bauleistungen enthält die VOB.

Die VOL ist in zwei Teile geregelt:

  • Teil A der VOL (VOL/A) enthält die allgemeinen Vorschriften zur Vergabe von Liefer- und Dienstleistungen.
  • In Teil B (VOL/B) sind die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen geregelt. Diese allgemeinen Vertragsbedingungen werden im Unterschwellenbereich regelmäßig Bestandteil des zwischen dem öffentlichen Auftraggeber und dem Auftragnehmer geschlossenen Vertrags. Teil B der VOL hat also den Charakter von allgemeinen Geschäftsbedingungen, die von öffentlichen Auftraggebern nach § 9 Abs. 1 Satz 1 VOL/A zum Bestandteil des abzuschließenden Vertrags zu machen sind.


Die VOL wird vom Deutschen Verdingungsausschuss für Leistungen (DVAL) beschlossen. Es handelt sich somit nicht um ein Gesetz oder eine Verordnung. Da die VOL als Verwaltungsvorschrift Anwendung findet, hat die VOL faktisch Gesetzeskraft.


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