Vergabeprozesse im Wandel: Große Resonanz auf unsere Roadshow 2026

Teilnehmer einer Veranstaltung

Die öffentliche Beschaffung befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen, steigende Anforderungen an die Digitalisierung und der Wunsch nach schnelleren, effizienteren Verfahren stellen Vergabestellen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten, Vergabeprozesse schlanker und praxisnäher zu gestalten.

Vor diesem Hintergrund haben wir im Rahmen unserer Roadshow „Vergabeprozesse im Wandel – Direktauftrag & eVergabe-Lösungen 2026“ an vier Standorten den direkten Austausch mit Vergabeverantwortlichen gesucht:  Bonn, Melle, Neumünster und Oldenburg.

Die hohe Teilnehmerzahl und die zahlreichen Fachgespräche haben deutlich gezeigt: Der Informationsbedarf rund um die aktuellen Entwicklungen im Vergaberecht und die Digitalisierung von Vergabeprozessen ist größer denn je.

Direktauftrag als zentrales Diskussionsthema

Besonders intensiv wurde das Thema Direktauftrag diskutiert. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen sich aktuell mit den geplanten oder bereits umgesetzten Anhebungen von Wertgrenzen und den daraus resultierenden Möglichkeiten für eine effizientere Beschaffung.

Im Mittelpunkt standen dabei Fragen zur rechtssicheren Anwendung, zur erforderlichen Dokumentation sowie zu den weiterhin geltenden Vergabegrundsätzen wie Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Korruptionsprävention. Deutlich wurde, dass die Vergabestellen die neuen Spielräume begrüßen, gleichzeitig aber Wert auf klare Leitlinien und praxistaugliche Lösungen legen.

Großes Interesse bestand zudem an den bisherigen Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen. Viele Teilnehmer wollten erfahren, welche Auswirkungen die erweiterten Möglichkeiten beim Direktauftrag in der Praxis haben und welche Erkenntnisse sich daraus für andere Bundesländer ableiten lassen.

Die Diskussionen zeigten, dass insbesondere die Themen Transparenz, Dokumentation und Nachvollziehbarkeit weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass digitale Werkzeuge dazu beitragen können, auch vereinfachte Beschaffungsprozesse effizient und revisionssicher abzubilden.
 

Zwei praxistaugliche Workflows für den Direktauftrag

Im Rahmen der Roadshow haben wir vorgestellt, wie das Deutsche Ausschreibungsblatt die neuen Anforderungen rund um den Direktauftrag digital unterstützt. Dabei stehen Auftraggebern zwei unterschiedliche Workflows zur Verfügung.

Zum einen wurde ein neuer Workflow für nichtförmliche Vergabeverfahren entwickelt. Dieser ermöglicht die strukturierte Durchführung von Direktaufträgen unter Berücksichtigung der jeweiligen organisatorischen und dokumentarischen Anforderungen.

Zum anderen bietet das System einen Workflow zur Nacherfassung bereits abgeschlossener Direktaufträge. Vergabestellen können damit die erforderliche Dokumentation komfortabel und revisionssicher nachträglich im System abbilden und eine vollständige digitale Vergabeakte erstellen.

Beide Ansätze stießen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf großes Interesse, da sie den unterschiedlichen Praxisanforderungen in den Vergabestellen Rechnung tragen und gleichzeitig für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit sorgen.

Digitalisierung bleibt ein Schlüsselfaktor

Neben den rechtlichen Entwicklungen standen moderne eVergabe-Lösungen im Fokus der Veranstaltungen. Von der Erstellung digitaler Vergabeunterlagen über die elektronische Angebotsabgabe bis hin zur digitalen Vergabeakte wurde aufgezeigt, wie digitale Prozesse Vergabestellen im Arbeitsalltag entlasten können.
Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, konkrete Fragen zu bestehenden Abläufen zu stellen und sich über unterschiedliche Lösungsansätze auszutauschen. Der direkte Praxisbezug und die Möglichkeit zum persönlichen Dialog wurden dabei besonders positiv bewertet.


Vielen Dank für den Austausch

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das große Interesse, die engagierten Diskussionen und die zahlreichen Anregungen. Die Roadshow hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch über aktuelle Entwicklungen im Vergabewesen ist.

Der Direktauftrag entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Instrument für eine moderne und praxisgerechte öffentliche Beschaffung. Die Diskussionen während unserer Roadshow haben deutlich gemacht, dass Vergabestellen nach Lösungen suchen, die sowohl Effizienzgewinne ermöglichen als auch den hohen Anforderungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Dokumentation gerecht werden.

Mit den beiden im Deutschen Ausschreibungsblatt verfügbaren Workflows – der Durchführung nichtförmlicher Verfahren sowie der revisionssicheren Nacherfassung bereits abgeschlossener Direktaufträge – sind öffentliche Auftraggeber bestens auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen vorbereitet. Sie schaffen damit die Grundlage für eine rechtssichere, transparente und wirtschaftliche Beschaffung und handeln zugleich im Einklang mit den zentralen Grundprinzipien der öffentlichen Vergabe. So bleiben Vergabestellen auch bei künftigen gesetzlichen Anpassungen flexibel und nachhaltig handlungsfähig.
 

Weitere Termine in Planung

Aktuelle Termine für Webinare und Roadshows für interessierte Vergabestellen finden Sie in unserer Akademie.
 

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